Sandkrug-Opa im Traum lebendig.
Er kommt mich mit dem Fahrrad bis nach Pankow besuchen.
Er ist nicht mehr blind, erklärt, das sei so wenn man den Tod schon hinter sich hätte. Da könne man dann wieder sehen.
Er wäre aber eigentlich hier, um mir bei den Mathe-Hausaufgaben zu helfen.
Ich weiß von keinen Mathe-Hausaufgaben.
Er wird ungehalten, ich soll mich nicht so haben, für ihn wäre das doch ein Klacks, er wolle mir eben helfen, wo er nur könne.
Ich versichere, wirklich keinerlei Mathe-Hausaufgaben zu haben, bitte ihn aber stattdessen, mir die Offenbarung des Johannes zu erklären, die hätte ich noch nie begriffen.
Er zuckt verständnislos mit den Achseln. Warum ich ihn das frage. Na, er sei doch Pastor und hätte doch sonst immer all meine Fragen zu solchen Dingen gerne beantwortet. Er weiß von nichts. Er, ein Pastor?
Noch vor der Wörther Strasse an den Rechner, Post holen. Ele will wissen, ob es mir im März an einem Wochenende recht sei, nach Stuttgart zu kommen und Uwe, ob ich schon an Namensgebung denke, Andrea Andrae vielleicht?
In der Wörther Strasse überkommt mich kaum im Laden eine üble Laune. Beschließe, die den ganzen Tag demonstrativ vor mir her zu tragen, damit mich keiner anspricht.
Zur Strafe muss ich Bestandsaufnahmen machen, das Ödeste überhaupt. Den ganzen Tag mit Verlags-Listen durch den Laden zwischen Kunden und Regalen entlang krauchen und notieren, was da ist und was nicht.
Der andere Lehrling erzählt mir von Rocco, der vor ein paar Tagen da gewesen sei, um sich nach dem Verkauf seines Buches zu erkundigen.
"Ich hab erst gedacht, das ist ein Verrückter. Der ist so gehumpelt, wollte, dass ich ihn anrufe, wenn ein Parkplatz vor der Buchhandlung frei wird. Als ob ich nichts anderes zu tun hätte, also nee!"
Ich muss lachen.
"Verrückt, oder?"
"Hm."
Dann bekomme ich auch noch drei so aktuelle Frauen-Liebes-Romane in die Hand gedrückt, die solle ich bitte mal schnell lesen. Ich müsse schließlich auch solche Bücher verkaufen und wissen, worum es geht.
Chöner Cheiß!
Abends so müde wie selten. Bin ich doch weniger robust als ich dachte?
Er kommt mich mit dem Fahrrad bis nach Pankow besuchen.
Er ist nicht mehr blind, erklärt, das sei so wenn man den Tod schon hinter sich hätte. Da könne man dann wieder sehen.
Er wäre aber eigentlich hier, um mir bei den Mathe-Hausaufgaben zu helfen.
Ich weiß von keinen Mathe-Hausaufgaben.
Er wird ungehalten, ich soll mich nicht so haben, für ihn wäre das doch ein Klacks, er wolle mir eben helfen, wo er nur könne.
Ich versichere, wirklich keinerlei Mathe-Hausaufgaben zu haben, bitte ihn aber stattdessen, mir die Offenbarung des Johannes zu erklären, die hätte ich noch nie begriffen.
Er zuckt verständnislos mit den Achseln. Warum ich ihn das frage. Na, er sei doch Pastor und hätte doch sonst immer all meine Fragen zu solchen Dingen gerne beantwortet. Er weiß von nichts. Er, ein Pastor?
Noch vor der Wörther Strasse an den Rechner, Post holen. Ele will wissen, ob es mir im März an einem Wochenende recht sei, nach Stuttgart zu kommen und Uwe, ob ich schon an Namensgebung denke, Andrea Andrae vielleicht?
In der Wörther Strasse überkommt mich kaum im Laden eine üble Laune. Beschließe, die den ganzen Tag demonstrativ vor mir her zu tragen, damit mich keiner anspricht.
Zur Strafe muss ich Bestandsaufnahmen machen, das Ödeste überhaupt. Den ganzen Tag mit Verlags-Listen durch den Laden zwischen Kunden und Regalen entlang krauchen und notieren, was da ist und was nicht.
Der andere Lehrling erzählt mir von Rocco, der vor ein paar Tagen da gewesen sei, um sich nach dem Verkauf seines Buches zu erkundigen.
"Ich hab erst gedacht, das ist ein Verrückter. Der ist so gehumpelt, wollte, dass ich ihn anrufe, wenn ein Parkplatz vor der Buchhandlung frei wird. Als ob ich nichts anderes zu tun hätte, also nee!"
Ich muss lachen.
"Verrückt, oder?"
"Hm."
Dann bekomme ich auch noch drei so aktuelle Frauen-Liebes-Romane in die Hand gedrückt, die solle ich bitte mal schnell lesen. Ich müsse schließlich auch solche Bücher verkaufen und wissen, worum es geht.
Chöner Cheiß!
Abends so müde wie selten. Bin ich doch weniger robust als ich dachte?
Bettina Andrae - am Dienstag, 18. Februar 2003, 21:51